Gewerbliche Immobilienfinanzierung

Auch wenn es zunächst nicht so scheint – auch mit einer gewerblichen Finanzierung kann man Wohnimmobilien kaufen. Eigentlich spricht man in diesem Falle von einer privaten Immobilienfinanzierung, aber wenn die zu Wohnzwecken genutzte Immobilie Bestandteil des Betriebsvermögens ist, handelt es sich um eine gewerbliche Immobilienfinanzierung. In den meisten Fällen werden bei dieser Art jedoch gewerbliche Immobilien wie z. B. Büros gekauft.

Gewerbliche Wohnimmobilien gehören meist Wohnungsbaugenossenschaften. Die Finanzierung läuft zumeist über Banken. Das Risiko wird als gering bewertet, denn es verteilt sich ja auf viele einzelne Mieter. Zudem verfügen die Wohnungsunternehmen oft über viel Eigenkapital, das aus den Mieteinnahmen stammt.

Nicht ganz so einfach ist es bei der Finanzierung von Büro- und Einzelhandelsimmobilien. Hierbei ist es vor allem wichtig, dass Experten die Vermietbarkeit und die bestehenden Mietverträge richtig beurteilen. Über dieses Know-how verfügen meist nur Landesbanken, Immobilien-AGs oder Leasinggesellschaften, die dann auch diese Art der gewerblichen Immobilienfinanzierung anbieten. Zu den wichtigsten Kapitalgeber in diesem Bereich gehören die Eurohypo AG und die Deutsche Pfandbriefbank AG (vielen seit der jüngsten Finanzkrise noch als Hypo Real Estate AG bekannt). Das Risiko bei der Finanzierung von Büro- und Einzelhandelsimmobilien ist viel höher als bei den Wohnimmobilien, weshalb die Kreditgeber oft einen Anteil am Gewinn der Immobilie einfordern.

Zu guter Letzt gibt es bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung die öffentlichen Immobilien wie Schulen oder Schwimmbäder. Diese werden aus den kommunalen oder Länderhaushalten bezahlt.