Tagesgeldkonto eine sichere Anlageform?
Es gibt in Europa eine Begrenzung für die Sicherheit für die Einlagen in ein Tagesgeldkonto. Die Grenze liegt bei 20000 Euro, aber manche Länder weichen davon ab, in Italien sind bis zu 103000 Euro gesichertes Tagesgeld möglich. Das kann sich natürlich sehr gut rentieren, denn die Zinssätze für Tagesgeldkonten sind normalerweise viel höher als die von normalen Girokonten oder Sparbüchern. Dennoch ist diese Begrenzung sinnvoll und vor allem zum Schutz des Kapitals des Anlegers gedacht. Denn europäische Banken garantieren nur für 90 % des Geldes, dass sie verwenden, eine absolute Sicherheit aber für höchstens 20000 Euro. Das bedeutet, dass bei einer Bankpleite jeder Anleger und Kontoinhaber 10 % seines angelegten Kapitals verliert. Und umso höher der Betrag auf dem Tagesgeldkonto, umso höher fallen die 10 % Verlust aus. Bei einer Einlage von 30000 Euro würden dem Eigentümer zumindest 27 000 Euro zustehen, aber er bekommt höchsten 20000 zurück, somit hätte er einen Verlust von 10 000 Euro. Auch für die Bank ist diese Regelung und die Begrenzung der Sicherheit auf das gesetzliche Mindestniveau eine Entlastung, so können im Falle einer Bankpleite extreme Verluste durch Auszahlungen vermieden werden.
Die meisten deutschen und anderen europäischen Banken halten sich an dieses untere Limit von 20000 Euro. Oder, eine andere Methode zur Sicherung, sie verzinsen höhere Beträge ab etwa 100 000 Euro nur mehr so niedrig, dass sie sie auch durch ihr Gesamtbudget absichern können. Aber für hohe Beträge gibt es auf jeden Fall auch andere geeignete Anlagemöglichkeiten oder die Option, den Betrag auf viele verschiedene Banken oder Investitionsarten aufzuteilen.
Die Banken bemühen sich also durch dieses Limit darum, wirklich abgesicherte Leistungen für ihre Kunden zu bieten und schaffen es derzeit auch problemlos. Im Fazit ist ein Tagesgeldkonto eine absolut sichere Anlageart, die vielen anderen Konten einiges voraus hat. Und im schlimmsten Fall sind immerhin 90% gesichert.
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